Wien - Beim börsennotierten Verbund ist im zweiten Quartal dieses Jahres der Gewinn auf 90 Millionen Euro stark zurückgegangen. Im Vorjahresquartal waren es im Gegensatz dazu 185 Millionen Euro. Gründe dürften die tiefen Strompreise und der Wassermangel in den Kraftwerken sein. Für 2010 werden Betriebsergebnisse und Gewinne um ein Viertel tiefer als im Vorjahr erwartet.
Der Verbund plant, wie berichtet, für Herbst eine Kapitalerhöhung um eine Milliarde Euro, um die Investitionen in Österreich zu beschleunigen. Es sollen Kraftwerke und Leitungen um 2,7 Milliarden Euro ausgebaut werden. Wird die Kapitalerhöhung von der Mehrheitseigentümerin, der Republik Österreich, nicht genehmigt, so werden die Investitionen "gestreckt", meint Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber.
Das 2,7-Milliarden-Investitionsprogramm sei derzeit über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren angelegt, mit der Kapitalerhöhung könnte es in fünf bis sechs Jahren abgewickelt werden.
Mithilfe von frischem Geld könnte die Verschuldensquote des Verbunds, die derzeit bei 150 Prozent liegt, gesenkt werden. Mit der Kapitalerhöhung könnten Projekte gezielt umgesetzt werden, sodass ein Beitrag zum Ziel für erneuerbare Energien sowie zur österreichischen Energiestrategie geleistet werde.